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Was hat es sich gestern gut angefühlt, mit leerem Magen das Haus zu verlassen und zu meiner Mutter zu fahren. Es war endlich wieder da, das Gefühl, es schaffen zu können. Ein bisschen Stolz, ein Stück Willenskraft und eine Prise Zuversicht. Es hat sich RICHTIG angefühlt.

Heute ist der richtige Beginn. Ab heute zieh ich durch. Eine einzige Mahlzeit am Tag: Das Abendessen mit meinem Vater. Das ist die einzige Mahlzeit, der ich nicht aus dem Weg gehen kann. Und will. Ich weiß, dass ich essen muss. Ganz ohne geht es nicht. Außerdem würde es meinem Vater auffallen, wenn ich plötzlich nicht mehr esse.

Wenn ich schon essen muss, dann finde ich das Abendessen am besten. Das ist bei uns die warme Mahlzeit. Zum einen kann ich hier viel Gemüse essen, habe eine große Abwechslung und die gesunden Entscheidungen sind am einfachsten. Zum anderen kann ich kaum aufhören zu essen, wenn ich einmal angefangen habe. Meine Disziplin in der Hinsicht ist gleich null. Solange der Magen leer ist und sich mein Mund, meine Geschmacksnerven und mein Hirn der Sensation des Essens hingegeben haben, fällt es mir leicht, nein zu sagen. Je später am Tag ich esse, desto einfacher ist es. Desto weniger futtere ich.

13.5.13 16:10


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